Neue Lignatec-Ausgabe: Sommerlicher Wärmeschutz in Holzbauten
Das Klima wird wärmer – das Bauen muss darauf Rücksicht nehmen. Im Oktober 2025 ist bei Lignum in der Reihe ‚Lignatec‘ die technische Schrift „Sommerlicher Wärmeschutz in Holzbauten“ erschienen.
Sie zeigt, wie Holz-Gebäude von heute mittels natürlicher, baulicher oder technischer Massnahmen thermische Behaglichkeit auch für morgen gewährleisten können.
Die neue Ausgabe Lignatec Nr. 39 mit dem Titel „Sommerlicher Wärmeschutz in Holzbauten – Empfehlungen für die thermische Behaglichkeit in künftigen Klimaszenarien“ richtet sich an Planer, Architekten und Ingenieure. Sie liefert konkrete Empfehlungen, wie Gebäude in Holzbauweise auf die steigenden Temperaturen der kommenden Jahrzehnte vorbereitet werden können.
Autoren der Publikation sind Michael Eichenberger, Daniel Müller, Manuel Spadarotto und Dominik von Büren (Pirmin Jung Schweiz AG, Sursee/Thun), Bernhard Furrer (Lignum, Zürich), Silvia Domingo Irigoyen, Gianrico Settembrini und Monika Walch (Hochschule Luzern, Technik & Architektur, Horw) sowie Matthias Schmid (Prona AG, Biel).
Die 60-seitige, vierfarbige Fachschrift (Art.-Nr. 12039) wurde mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (BAFU), des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) und des Berner Holzförderungsfonds (BHFF) herausgegeben. Sie ist ab dem 20. Oktober 2025 bestellbar. Der Normalpreis beträgt CHF 35.–, Lignum-Mitglieder erhalten Nachbestellungen zum Preis von CHF 15.–. Eine E-Book-Ausgabe ist in Vorbereitung.
Strategien für mehr Wärmeschutz und Behaglichkeit
Der sommerliche Wärmeschutz in Gebäuden wird immer anspruchsvoller. Da sich die Aussentemperaturen aufgrund der globalen Erwärmung weiter erhöhen werden, müssen sich heutige Bauten auch unter künftigen Klimabedingungen bewähren. Ziel ist ein angenehmes Innenraumklima über den gesamten Lebenszyklus.
Wichtige Einflussfaktoren sind das Nutzerverhalten, der Sonnenschutz und das Lüftungskonzept. Besonders im Holzbau spielt die Erhöhung der Speicherkapazität eine zentrale Rolle. Diese kann durch grössere thermisch aktivierbare Oberflächen oder durch zusätzliche Speichermasse – etwa Lehmbauprodukte – verbessert werden.
Natürliche, bauliche und technische Massnahmen im Zusammenspiel
Die natürliche Fensterlüftung bei tiefen Aussentemperaturen bleibt die effizienteste und kostengünstigste Methode, um Räume zu kühlen. Wo natürliche und bauliche Lösungen nicht ausreichen, empfiehlt die Publikation den frühzeitigen Einsatz technischer Systeme wie Geocooling, um ein angenehmes Raumklima sicherzustellen.
Quelle: Lignum, Holzwirtschaft Schweiz
Bildquelle: Lignum, Holzwirtschaft Schweiz
