Agglomerationsverkehr Zürich: Fünf Regionen vereinbaren verbindliche Zusammenarbeit

Gemeinsame Absichtserklärung für den Agglomerationsverkehr unterzeichnet – fünf Zürcher Regionen setzen auf eine verbindliche Zusammenarbeit.

Die vier Zürcher Planungsgruppen Glattal, Limmattal, Pfannenstil, Zimmerberg und die Stadt Zürich haben am vergangenen Freitag die Gemeinsame Absichtserklärung Agglomerationsverkehr unterzeichnet. Damit bekräftigen sie ihren Willen, die Mobilitätsentwicklung im Zürcher Grossraum abgestimmt und kooperativ voranzutreiben.

Die Absichtserklärung umfasst ein gemeinsames Selbstverständnis, eine verbindende Vision sowie sieben Leitideen für die zukünftige Zusammenarbeit. Ziel ist es, tragfähige und ausgewogene Lösungen für die grossen Herausforderungen in den Bereichen Mobilität und Verkehr im Grossraum zu entwickeln – über Gemeinde-, Regions- und Kantonsgrenzen hinweg.



Verkehr kennt keine Grenzen

Wachsende Mobilitätsbedürfnisse und begrenzter Platz fordern einen koordinierten Umgang mit möglichen Zielkonflikten und den verschiedenen Zuständigkeiten. „Der Verkehr macht nicht an Gemeindegrenzen halt. Unsere Zusammenarbeit darf es auch nicht“, sagt Gaudenz Schwitter, Präsident Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP). „Mit der Absichtserklärung schaffen wir eine solide Grundlage, um als Regionen gemeinsam aufzutreten und Verantwortung für unseren Lebensraum zu übernehmen.“ Die Vision beschreibt einen Zürcher Grossraum, der aus mehreren gut vernetzten Zentrumsgebieten besteht. Sie sollen mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein und in ein effizientes, klimaverträgliches und verlässliches Verkehrssystem eingebunden werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Stärkung von Tangentialverbindungen, um die vielfältigen Zentren auf direktem Weg zu verbinden.

In einem Dialogprozess – koordiniert durch die RZU | Planungsdachverband Region Zürich und Umgebung – haben Delegierte aus Politik und Fachplanung der beteiligten Regionen ein gemeinsames Fundament erarbeitet. „Wir haben zusammen eine Haltung und sieben Leitideen entwickelt, wie wir über Grenzen hinweg planen und ausgewogene Lösungen für den Agglomerationsverkehr finden wollen“, sagt Benno Hüppi, Präsident Zürcher Planungsgruppe Glattal (ZPG). „Das stärkt unsere Handlungsfähigkeit – innerhalb der Regionen und im Dialog mit dem Kanton.“



Offener Dialogprozess mit gemeinsamer Verantwortung

Als Vertreterin der Stadt Zürich betont Stadträtin Simone Brander die Bedeutung einer abgestimmten Entwicklung: „Der Zürcher Grossraum ist eng verflochten. Mit der Absichtserklärung schaffen wir einen verbindlichen Rahmen, um Mobilität klimagerecht, sicher und räumlich verträglich weiterzuentwickeln.“ Auch Stadtrat André Odermatt unterstreicht die gemeinsame Verantwortung: „Wir richten den Blick auf den gesamten Raum und setzen uns zusammen mit den Nachbarregionen für eine Mobilitätsentwicklung ein, die Städte und Gemeinden gleichermassen stärkt.“

Die Leitideen werden nun in konkrete Massnahmen übersetzt und laufend weiterentwickelt, um Planung und Umsetzung langfristig abzustimmen. Der Dialogprozess bleibt bewusst für weitere Partnerschaften offen.



Unterzeichnung vom 9. Januar 2026 in Dietikon

Die Gemeinsame Absichtserklärung Agglomerationsverkehr wurde unterzeichnet von:

Gaudenz Schwitter, Präsident Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil
Benno Hüppi, Präsident Zürcher Planungsgruppe Glattal
Simone Brander, Stadträtin, Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, Stadt Zürich
André Odermatt, Stadtrat, Präsident Planungsregion Stadt Zürich
Roger Bachmann, Präsident Zürcher Planungsgruppe Limmattal
Martin Arnold, Präsident Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg

 

Quelle: RZU | Planungsdachverband Region Zürich und Umgebung
Bildquelle: RZU

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