Neue Weiheranlage im Irchelpark Zürich stärkt Biodiversität und vernetzt Lebensräume
von belmedia Redaktion Allgemein architektenwelt.com Architektur Bau bauenaktuell.ch Baustelle Bauwerke Bildung Bildung & Arbeit Draussen Forschung Garten gartenaktuell.ch Gartengestaltung Hochschule Innovation Landschaftsarchitektur Magazine Nachhaltigkeit nachrichtenticker.ch Natur Natur & Naturereignisse Natur & Umwelt News Organisationen Orte Pflanzen Projekte Regionen Schweiz Schweiz Städte Strategie Themen Tiere Tierschutz Tierwelt tierwelt.news Verbreitung Wildtiere Zürich
Im Zuge der geplanten baulichen Modernisierung des Campus Irchel der Universität Zürich werden zwei bestehende Weiher an einen neuen Standort im Irchelpark verlegt. Die Universität Zürich und die Baudirektion des Kantons Zürich nutzten die Verlegung gleichzeitig für eine ökologische Aufwertung.
Fachspezialistinnen und Fachspezialisten siedeln dabei seltene Tier- und Pflanzenarten in die neue Weiheranlage um, die nun feierlich eingeweiht wurde.
Weiher verlegt und ökologisch aufgewertet
Der Campus Irchel der Universität Zürich bildet neben dem Hochschulgebiet Zürich Zentrum den zweiten Hauptstandort der Universität. Er wurde 1986 eröffnet und beheimatet naturwissenschaftliche sowie medizinische Fachbereiche.
Um Platz für den geplanten Rochadebau PORTAL UZH zu schaffen, werden der Zoologieteich und der Fischteich aufgehoben.
Als ökologische Ersatzmassnahme errichteten die Universität Zürich und die Baudirektion im östlichen Teil des Irchelparks eine neue Weiheranlage.
Biodiversität fördern
In der neuen Anlage entstehen Flächen mit Fliessgewässern, Stillgewässern, Uferbereichen sowie wechselfeuchten bis trockenen Magerwiesen und Gehölzen.
Dadurch entstehen neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig verbessert die Anlage die Vernetzung bestehender Lebensräume und unterstützt damit die Ausbreitung von Arten.
Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Eine hohe Biodiversität helfe zudem, die Widerstandsfähigkeit der Tier- und Pflanzenwelt gegenüber Veränderungen wie dem Klimawandel zu stärken.
Wasser erleben
Die neue Weiheranlage hat auch eine Bedeutung für das Landschaftsbild und die Freiraumqualität des Irchelparks. Da der Park im kommunalen Inventar der Gartendenkmalpflege enthalten ist und der Campus Irchel im Bundesinventar schützenswerter Ortsbilder figuriert, wurde grosser Wert auf eine sanfte Einbettung in die bestehende Umgebung gelegt.
Am Spitalerbach, der den Weiher speist, entstanden zudem zwei neue Stellen mit direktem Zugang zum Wasser für die Bevölkerung.
Finanziert wurden diese Bereiche mit Mitteln des Förderprogramms „#hallowasser“, das Natur- und Wassererlebnisse fördern soll.
Wenn gefährdete Tiere und Pflanzen umziehen
Die Bauarbeiten für die neue Weiheranlage begannen Anfang 2025. Die Begrünungsarbeiten sollen Ende 2026 abgeschlossen werden.
Der ursprüngliche Weiher beherbergte verschiedene gefährdete und geschützte Arten. Dazu gehören unter anderem die Bauchige Schnauzenschnecke sowie die geschützte Wasserfeder.
Fachspezialistinnen und Fachspezialisten siedeln diese sowie weitere Arten nun gezielt in den neuen Lebensraum um.
Quelle: Baudirektion Kanton Zürich
Bildquelle: Baudirektion Kanton Zürich