Neues Gewächshaus am Oeschberg vereint Ausbildung, Pflanzenproduktion, Nachhaltigkeit

Nach rund zweijähriger Bauzeit sind die Arbeiten am neuen Gewächshaus der Gartenbauschule Oeschberg in Koppigen offiziell abgeschlossen. Unter einem Dach und auf rund 3’600 Quadratmetern befinden sich nun die Pflanzenproduktion, der Blumenladen, eine überdachte Ausstellungsfläche sowie Schulungs- und Technikräume. Ergänzend ist ein neues Garderobengebäude am Standort der alten Schreinerei entstanden.

Die Gartenbauschule Oeschberg in Koppigen ist die bedeutendste Bildungsstätte im Bereich Garten- und Landschaftsbau, Pflanzenproduktion und Floristik in der Schweiz. Die alte Anlage genügte den Anforderungen einer modernen, praxisorientierten Ausbildung nicht mehr. Mit den neuen Gebäuden erhält die Gartenbauschule zukunftsgerichtete Infrastrukturen. Nach rund 20 Monaten intensiver Bauzeit wurde das erfolgreiche Projekt heute Montag, 24. August 2026, mit einer kleinen Feier abgeschlossen. Für Amtsvorsteher und Kantonsbaumeister Dominik Frei vom Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern ist dies nicht nur ein wichtiges Bauprojekt: „Der Kanton Bern investiert damit in den Bildungsstandort Bern und in die Qualifikation junger Berufsleute.“

Ausbildung, Verkauf und Ausstellungen unter einem Dach

Das Gebäude besteht aus einem zweigeschossigen Kopfbau in Holzbauweise und den Gewächshäusern. Im Kopfbau werden unter anderem der Blumenladen, die überdachte Ausbildungsfläche, ein Floristikatelier, Büro- und Schulungsräume sowie die Technikräume untergebracht. Die Gewächshäuser dienen vor allem der Ausbildung in der Pflanzenproduktion. Sie sind in Arbeitszonen, ein Pflanzenschauhaus und Multifunktionsbereiche aufgeteilt. Ergänzend ist am Standort der alten Schreinerei ein zweckmässiges Garderobengebäude für Lernende erstellt worden.

Wie wichtig aktuelles Fachwissen im Gartenbau bleibt, zeigt auch der Beitrag „Ab 2027 gilt: Pflanzenschutzmittel nur noch mit gültiger Fachbewilligung“. Für Fachpersonen im Gartenbau gewinnen Weiterbildung und aktuelle Qualifikationen damit zusätzlich an Bedeutung.

Ökologische Bauweise schont die Umwelt

Das Kopfbau-Gebäude hat die Zertifizierung nach Minergie-P-Eco erreicht. Es entspricht damit hohen ökologischen Standards. Durch den Einsatz energieeffizienter Technologien und nachhaltiger Baumaterialien wird auch ein Lehr- und Weiterbildungsort geschaffen, der auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ausgerichtet ist.

Die Gesamtkosten von 17,8 Millionen Franken sind eingehalten worden. Die Gewächshausanlage konnte bereits im Dezember 2025 bezogen werden. Seit Mai 2026 ist auch das Garderobengebäude in Betrieb.

Dass moderne Gartenpraxis heute eng mit nachhaltiger Pflanzenwahl und ressourcenschonender Gestaltung verbunden ist, zeigt auch der redaktionelle Beitrag „Gartentrends 2026: Wie Aussenräume zu naturnahen und smarten Lebensräumen werden“. Im Fokus stehen dort unter anderem Biodiversität, klimaangepasste Bepflanzung und ein effizienterer Umgang mit Wasser und Flächen.

 

Quelle: Kanton Bern
Bildquelle: Symbolbild © alvarez/iStock.com

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